Streik bei der Bahn - welche Rechte habe ich als Fahrgast?

Jessica Jantz • 23. Juni 2023

Was tun wenn die Bahn streikt? Das musst du wissen!

Über die Sommerferien 2023 drohen derzeit Warnstreiks, wie mehrere Medien unabhängig voneinander berichten. Droht damit das vollendete Chaos in der schönsten Zeit des Jahres? Womöglich! Aber wie sieht es eigentlich aus, wenn du Tickets gebucht hast und dein Zug fährt wegen des Streiks nicht? Bekommst du bei einem Streik Geld zurück und muss die Bahn deine Unkosten erstatten? Wir haben uns schlau gemacht und haben hier einige wichtige Tipps für dich!


Geld zurück bei Bahnstreik – das steht dir zu


Wenn du im Besitz eines gültigen Bahntickets bist (extra für einen bestimmten Tag gebucht), hast du im Falle eines Streiks Anspruch auf Entschädigung. Du kannst dein Ticket stornieren und das Geld in Form eines Gutscheins bzw. einer Barauszahlung von der deutschen Bahn verlangen.


Spannend zu wissen: Das Recht gilt auch dann, wenn nur ein Teil deiner Verbindung ausfällt. Hier ein praktisches Beispiel: Du möchtest von Frankfurt am Main nach Dänemark fahren. Die Verbindung von Frankfurt nach Hamburg (erster Zwischenhalt) fällt aus, ab Hamburg würde dein Zug aber fahren. Du hast nun die Möglichkeit, die gesamte Strecke zu stornieren und die Bahn muss dir dein Geld zurückgeben!


Bei vergangenen Streikaktionen der Bahn gab es zusätzliche Möglichkeiten für Reisende. Du hattest beispielsweise die Möglichkeit, auch zuggebundene Tickets an anderen Tagen einzusetzen oder sie sogar dann zurückzugeben, wenn der eigentlich geplante Streik nicht stattfand. Ob diese Regelungen aber bei jedem Streik gelten, ist nicht ganz klar! Der beste Tipp ist, dich bei einem akuten Streik immer auf der Website des Bahnunternehmens genauer zu informieren.


Mit dem Zug unterwegs und dann streikt die Bahn – was du jetzt machen kannst


Es ist die absolute Vollkatastrophe! Du bist gerade mit der Bahn unterwegs und plötzlich wird ein Streik angekündigt. Wie kommst du jetzt nach Hause? Wie setzt du deine Reise fort? Hast du keine Möglichkeit mit deinem gekauften Ticket zum Ziel zu kommen, lasse dir das erst einmal an einem Bahnhof bestätigen. Dafür gehst du einfach nur zum Servicecenter und lässt dir bescheinigen, dass deine Zugverbindung ausfällt oder bedeutend Verspätung hat.


Kleiner Tipp: Nimm eine kräftige Portion Geduld mit, denn an Streiktagen gibt es am Bahnhof schnell Chaos!


Jetzt kannst du dir über die App der deutschen Bahn oder online auf der Website das Fahrgastrechte-Formular herunterladen. Das füllst du nun aus und sendest es an die Bahn. Du erhältst ein solches Formular auch direkt beim Servicecenter. Wenn du es lieber online machst, findest du hier eine Downloadmöglichkeit. Für alle Tickets, die in der DB-Navigator-App eingespeist sind, kannst du direkt per App die Entschädigung beantragen. Du wählst selbst, ob du die Rückerstattung per Banküberweisung oder als Gutschein erhalten möchtest.


Gut zu wissen: Wusstest du eigentlich, dass wenn du aufgrund einer Bahnverspätung zwei Stunden oder später am Ziel ankommst, 50 % des Ticketpreises erstattet werden? Nutze die Möglichkeit, auch ganz unabhängig von Streiks.


Steckengeblieben – wie du bei einem Bahnstreik ans Ziel kommen kannst


Die Bahn wird in Deutschland heftig kritisiert, wie wir finden, zurecht! Dennoch bemüht sich das Unternehmen im Streikfall, die Passagiere nicht im Regen stehen zu lassen. In der Vergangenheit wurden vom Unternehmen immer wieder Taxifahrten organisiert, die Passagiere ab dem Bahnhof ans Ziel bringen sollten. Streikt nur der Nahverkehr, dürfen Reisende nicht selten die Fernzüge nutzen, dazu gehören auch ICE und IC. Allerdings musst du hier darauf achten, dass die Bahn wirklich eine Freigabe erteilt hat, sonst gilt dein Ticket möglicherweise nicht.


Theoretisch ist es auch möglich, Fernbusse seitens der Bahn einzusetzen, um gewisse Ziele von großen Bahnhöfen aus anzufahren.


Wenn dir keine dieser Möglichkeiten weiterhilft und du womöglich sogar in einer fremden Stadt übernachten musst, heb für all deine Unkosten die Quittungen auf. Dazu gehören gebuchte Taxifahrten (wenn die Bahn keine Shuttles oder Sammeltaxen verfügbar macht) und natürlich auch die Hotel-Rechnung. Die kannst du nämlich später bei der Bahn einreichen, um deine Kosten geltend zu machen!


Wann muss die deutsche Bahn für mein Taxi bzw. mein Hotelzimmer bezahlen?


Stell dir vor, hunderttausende Passagiere kommen vom Bahnhof nicht mehr weg und buchen nun Taxen bzw. Hotels in ganz Deutschland. Das würde die Deutsche Bahn teuer zu stehen kommen. Eine Pflicht, alternative Verkehrsmittel bereitzustellen besteht nur dann, wenn du als Passagier geplant zwischen Mitternacht und 5:00 Uhr in der Früh ankommen würdest. Auch wenn die letzte Bahnfahrt eines Tages ausfällt, hast du das Recht auf einen Ersatz (z.B. ein Taxi).


Es gibt aber eine Beschränkung: Mehr als 80 Euro darf die Taxifahrt nicht kosten! Die Bahn hat aber die Pflicht, wenn du am gleichen Tag nicht mehr weiterfahren kannst, dir eine Übernachtungsmöglichkeit bereitzustellen. Bevor du also auf eigene Faust ein Hotel suchst, frag am Bahnhof nach, ob hier von der Bahn etwas angeboten wird.


Achtung: Diese Informationen sind nicht rechtsgültig und können von der Deutschen Bahn geändert werden! Informiere dich bitte im Vorfeld immer bei einem Bahnmitarbeiter, welche Möglichkeiten du hast!


Monatskarte für die Bahn – steht mir auch hier eine Entschädigung zu?


Du hast eine Monatskarte und nicht für den Streiktag direkt gebucht? Auch dann hast du Anspruch auf Entschädigung, wenn du bei einer geplanten Reise mehr als eine Stunde zu spät ankommst. Für Monats- oder Jahreskarten im Fernverkehr erhältst du pauschal fünf Euro, wenn dein Ticket für die zweite Klasse ausgelegt ist. In der ersten Klasse stehen dir 7,50 Euro pro Fahrt zu! Besitzt du die Bahncard 100 erhältst du in der zweiten Klasse 10,00 Euro und in der ersten Klasse sogar 15,00 Euro.


Weniger gibt es bei Sondertickets, wie z.B. dem Schönen-Wochenende-Ticket oder dem Länder-Ticket der Bahn. Hier gibt es gerade einmal 1,50 Euro für die Fahrt in der 2. Klasse und 2,50 Euro für die 1. Klasse. Die Falle dabei: Auszahlungen erfolgen frühestens ab einem Betrag von 4,00 Euro. Du musst also mehrere Verspätungen „sammeln“, bevor die Bahn dir dein Geld auch wirklich auszahlt.


Fazit: Bahnstreiks sind nervig, aber du hast als Fahrgast auch Rechte


Zugegeben, die Ankündigung eines Streiks über die Sommermonate ist ziemlich unangenehm. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es zu begrüßen, dass mehr Menschen die Bahn für ihren Urlaub nutzen. Wenn dann aber gestreikt wird, kann das zu sehr viel Missmut führen. Umso wichtiger ist, dass du deine Rechte kennst und dein Geld zurückverlangst. Denn wenn du für einen Service zahlst, musst du ihn natürlich auch nutzen können. Hast du Fragen zu dem Thema, schreib uns einfach oder erzähle von deinen Erfahrungen. Wenn genug Erfahrungsberichte zusammenkommen, veröffentlichen wir gern eine eigene Rubrik dazu! 

Frau pflanzt Veilchen in ein Beet
von Jessica Jantz 12. März 2026
Der März-Check: Das Wetter richtig einschätzen Bevor du motiviert ins Gartencenter fährst und den Einkaufswagen volllädst, wirfst du am besten einen realistischen Blick auf deinen Standort. Wohnst du in einer eher milden Weinbauregion oder eher im kühlen Voralpenland? Ein geschützter Stadtbalkon im dritten Stock speichert die Wärme des Tages viel besser als eine Terrasse im Erdgeschoss, die dem Wind voll ausgesetzt ist. Du merkst schnell: März ist nicht gleich März. Die Faustregel lautet, dass du dich jetzt auf Pflanzen konzentrierst, die mit kurzzeitigem Frost um die -5 Grad klarkommen. Alles, was aus dem warmen Gewächshaus direkt in den Verkauf kommt, braucht eine kleine Eingewöhnungsphase. Du kaufst deine Schätze idealerweise dort, wo sie bereits im Freien oder in ungeheizten Hallen stehen. So vermeidest du den Temperaturschock, der viele empfindliche Pflanzen im März eiskalt erwischt. Die harten Kerle: Frostharte Blumen für deinen Balkon Wenn du jetzt schon für leuchtende Farbtupfer sorgen willst, greifst du am besten zu den klassischen Frühblühern. Diese Pflanzen besitzen einen eingebauten Frostschutz in ihren Zellen und trotzen auch kalten Nächten mit Bravour. Besonders beliebt sind Hornveilchen und Stiefmütterchen. Du kannst diese fleißigen Blüher in unzähligen Farben kombinieren, von tiefem Violett über leuchtendes Gelb bis hin zu zarten Pastelltönen. Ein faszinierendes Phänomen bei diesen Blumen: Bei starkem Frost lassen sie kurzzeitig die Köpfe hängen und sehen fast ein bisschen jämmerlich aus. Doch keine Sorge, das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Sobald die Sonne die Erde erwärmt, pumpen sie wieder Wasser in ihre Stängel und richten sich stolz auf. Diese Pflanzen vertragen Frost im März besonders gut: Hornveilchen und Stiefmütterchen: Die absoluten Allrounder für jeden Balkonkasten. Sie blühen unermüdlich bis weit in den Mai hinein. Zwiebelblumen im Topf: Narzissen, Tulpen und Hyazinthen bringen Struktur und Höhe in deine Gefäße. Lenzrosen (Helleborus): Diese eleganten Schönheiten lieben die Kälte und wirken besonders edel in Einzelkooperation mit Moos. Gänseblümchen (Bellis): Die gefüllten Zuchtformen sind robust und versprühen einen nostalgischen Charme. Vergissmeinnicht: Mit ihrem zarten Blau bilden sie einen tollen Kontrast zu gelben Narzissen. Zwiebelblumen im Topf sind jetzt deine idealen Begleiter, wenn du sofort Ergebnisse sehen willst. Ob strahlend gelbe Osterglocken oder duftende Hyazinthen: Diese Pflanzen bringen sofort echte Frühlingsgefühle auf deinen Balkon. Achte beim Kauf darauf, dass die Knospen noch geschlossen oder erst leicht geöffnet sind. So hast du besonders lange Freude an der Entwicklung der Blütenpracht und siehst jeden Tag einen neuen Fortschritt. Ab wann dürfen Pflanzen auf den Balkon? Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt beschäftigt jeden Hobbygärtner jedes Jahr aufs Neue. Grundsätzlich gilt: Die Natur gibt das Tempo vor. Du beobachtest am besten den Wetterbericht für die kommenden drei bis fünf Tage. Wenn kein massiver Wintereinbruch mit zweistelligen Minusgraden droht, dürfen die oben genannten Sorten raus. Du gewöhnst deine neuen Frühlingsblüher für den Balkon am besten schrittweise an die frische Luft. Wenn du ganz sichergehen willst, stellst du sie anfangs nur tagsüber raus und holst sie bei angekündigtem strengem Frost nachts noch einmal kurz in den geschützten Hausflur. Ein bewährter Trick ist auch das Vlies: Wenn eine besonders kalte Nacht droht, deckst du deine Kästen einfach mit einem Gartenvlies oder einer alten Decke ab. Das hält die Bodenwärme im Topf und schützt die empfindlichen Blütenblätter vor Eiskristallen. Kräuterküche unter freiem Himmel: Winterharte Kräuter auf dem Balkon Nicht nur Blumen ziehen jetzt ein, auch für dein leibliches Wohl kannst du im März bereits sorgen. Viele Kräuter sind echte Überlebenskünstler und halten kühle Temperaturen problemlos aus, solange sie keine Staunässe abbekommen. Heimische, winterharte Kräuter auf dem Balkon sind jetzt ein Muss, wenn du direkt mit der Ernte für frische Quarkpeisen oder Salate beginnen willst. Der große Vorteil von Kräutern im März: Sie wachsen zwar langsamer als im Hochsommer, sind dafür aber viel aromatischer und weniger anfällig für Schädlinge wie Blattläuse. Du nutzt die kühle Phase, um die Pflanzen kräftig werden zu lassen, bevor die große Hitze kommt. Diese Kräuter überstehen die kühlen Märznächte: Schnittlauch: Er ist einer der Ersten, der bei den ersten Sonnenstrahlen kräftig aus der Erde treibt. Er ist absolut frosthart. Petersilie: Sie verträgt kühle Temperaturen ohne Probleme, mag es aber nicht, wenn sie im Wasser steht. Minze: Einmal eingepflanzt, ist sie kaum aufzuhalten. Auch frostige Nächte steckt sie locker weg. Zitronenmelisse: Robust und pflegeleicht, liefert sie dir die Basis für deinen ersten frischen Frühlings-Tee auf dem Balkon. Salbei und Thymian: Diese mediterranen Vertreter sind oft winterhart, sofern sie schon etwas älter und verholzt sind. Frisch gekaufte Jungpflanzen aus dem Supermarkt solltest du hingegen noch etwas schützen. Balkon bepflanzen: Tipps für den perfekten Start Beim Balkon-Bepflanzen im März beachtest du am besten ein paar einfache Regeln, damit deine Mühe belohnt wird. Ein häufiger Fehler ist das Übergießen. Da es im März noch oft regnet und die Sonne noch nicht die Kraft des Hochsommers hat, verdunstet das Wasser viel langsamer. Du gießt deine Pflanzen also eher mäßig und fühlst immer erst mit dem Finger nach, ob die Erde wirklich trocken ist. Eine gute Drainage im Topf ist jetzt Gold wert. Wenn das Wasser im Topf gefriert, dehnen sich die Wurzeln aus und können Schaden nehmen. Achte darauf, dass überschüssiges Wasser immer gut ablaufen kann. Tonscherben über dem Abflussloch oder eine Schicht Blähton am Boden des Gefäßes verhindern, dass deine Pflanzen "nasse Füße" bekommen und bei Frost im Eisblock feststecken. Die Gestaltung: Farbe bekennen gegen das Grau Du kannst den März nutzen, um mit verschiedenen Texturen zu spielen. Da das Angebot an blühenden Pflanzen noch begrenzt ist, arbeitest du am besten mit Blattschmuckpflanzen. Silberblatt (Senecio) oder Efeu sind wunderbare Partner für deine Frühlingsblüher im Balkonkasten. Das silbrige Laub des Silberblatts glitzert bei Reif wunderschön und bildet einen tollen Rahmen für die bunten Hornveilchen. Ein weiterer Tipp für dich: Nutze die unterschiedlichen Höhen. Setze große Narzissen in den Hintergrund oder in die Mitte des Topfes und rahme sie mit niedrigen Primeln oder Stiefmütterchen ein. So wirkt dein Balkon direkt üppig und professionell gestaltet. Primeln sind übrigens wunderbare Farbtupfer, aber sie sind etwas durstiger als Stiefmütterchen. Du platzierst sie am besten dort, wo du sie beim Gießen gut erreichst. Zusammenfassung für deinen Frühlingsstart Du siehst, der März bietet dir trotz kühler Nächte schon jede Menge Möglichkeiten. Wenn du dich an die robusten Klassiker hältst, kannst du eigentlich nichts falsch machen. Deine Auswahl an frostharten Blumen sorgt dafür, dass du dich jeden Morgen beim Blick aus dem Fenster über ein Stück Natur freuen kannst. Gönne deinen Pflanzen hochwertige Erde und einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Die Sonne im März ist zwar noch nicht heiß, aber sie reicht völlig aus, um die Blütenbildung anzuregen. Wenn du dann noch die winterharten Kräuter für deinen Balkon einplanst, hast du die perfekte Mischung aus Optik und Nutzen geschaffen.  Genieße die Zeit beim Pflanzen und das wunderbare Gefühl, wenn unter deinen Händen das erste frische Grün der Saison entsteht. Der Frühling wartet nicht auf den Mai – er beginnt genau jetzt auf deinem Balkon, wenn du ihn lässt.
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